#88 - FSME im Fokus
Shownotes
Zecken können FSME übertragen – eine Erkrankung, die Gehirn und Nerven schwer schädigen kann. Virologin Dr. Judith Aberle erklärt, warum die FSME-Impfung der wirksamste Schutz ist, welche Mythen sich hartnäckig halten und warum Auffrischungen so wichtig sind. Wissenswertes rund um Zecken, Risiken und Vorsorge – kompakt in der G’sunden Viertelstunde.
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00:00:02: In Österreich verhindert die FSME-Impfung den Großteil dieser schweren Erkrankungen.
00:00:09: Die FSME ist wirklich eine schwere Erkrankung, vor allem haben viele Patienten neurologische Folgeschieden.
00:00:19: Sonde Viertelstunde – der Podcast aus dem Innviertel!
00:00:24: Wir begleiten sie durch den vielfältigen Gesundheitsalltag.
00:00:29: Herzlich willkommen bei einer neuen Ausgabe unserer gesunden Viertelstunde.
00:00:33: Heute, liebes Publikum haben wir ein Thema das uns wahrscheinlich alle betreffen kann und die spricht es aus eigener Erfahrung als Hundehalterin und selbst trotz mir auch schon mal erwischt nämlich vom Zecken bis Und warum das eigentlich kein Biss ist, sondern ein Stich?
00:00:49: Das werden wir jetzt gleich in kürze erfahren.
00:00:51: Nämlich von Virologin Doktorin Judith Averle und auch ihres Zeichnensprofessorinnen für Virusimmunologie an der Medizinischen Universität in Wien.
00:01:00: Ja vielen herzlichen Dank, Frau Doktorine AverLE, dass Sie mir zugeschalten sind!
00:01:03: Wir machen ja diesen Podcast erst online... ...und in unserer Vorbesprechung haben sie gesagt, ein Zeckenstich.
00:01:09: Und da bin ich ganz hellhörig geworden, weil man sagt, der Lanzläufe gibt immer einen Zeckenbiss.
00:01:14: Das stimmt ja gar nicht!
00:01:16: Ja, hallo!
00:01:16: Einen schönen Nachmittag.
00:01:18: Danke vielmals für die Einladung.
00:01:20: Die Zecken stechen und wenn sie stechen bei diesem Blut, sauren Sie Blut und mit diesem Blutsaugakt können Sie natürlich dann auch FSME übertragen.
00:01:31: Das Virus kann sich in der Speicheldrüse der Zecke vermehren und wenn die Zecce sticht, kann eben dieses Virus übertragend werden Und in vielen Fällen führt das zu einer Infektion und macht gar keine Symptome.
00:01:47: Und dann bemerken diejenigen gar nichts von ihrer Infektions.
00:01:51: In anderen Fällen kann es aber zur Symptoma kommen, und im Endeffekt kann es auch zu sehr schweren Erkrankungen des Gehirns unter Gehirn heute kommen bei dem zecken Stich.
00:02:04: also wenn die Zecke virusinfiziert war, dann vermehrt sich das Virus ja zuerst in der Haut.
00:02:11: In ganz bestimmten Immunzellen und kann sich dann eben im Körper auch ausbreiten Anfänglichen Symptome, die aber eben nicht typisch für die LFSE sind sondern nur typischerweise auch bei so einer Infektion auftreten.
00:02:29: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen also ein fieberhafter Infekt und in den meisten Fällen vergehen die Symptomen dann nach einigen Tagen.
00:02:40: dann sein kleines Intervall, das wohl mal keine Symptome hat und ungefähr jeder Dritte der solche Symptom hatte entwickelt an dem Anschluss eben eine Erkrankung des Gehirns oder der Gehirn heute.
00:02:55: Aber im Endeffekt werden manche Personen das vielleicht mit so einer gewissen Sommergrippe abzuholen?
00:03:02: Ja also in den Fällen wo man sozusagen vielmehr hafte Symptomen hat kann es ganz untypisch, unspezifisch ablaufen und man kann es nicht von vielen anderen Virusinfektionen unterscheiden.
00:03:18: Das kann eine Sommergrippe sein können aber auch andere Virusinfektionen mit Atemwegsfirmen sein.
00:03:26: Das kann man dann klinisch nicht unterscheiden, erst dann wo das Virus wirklich das Gehirn befällt oder die Hirnhäute hat man natürlich neurologische Symptome und wird dann üblicherweise eben auch auf F- und E-Virus getestet weil es in Österreich demisch ist.
00:03:48: Also kann durchaus trügerisch sein zu beginnen wie viele Fälle treten denn in Österreich hin etwa aufjährlich?
00:03:55: Das ist recht unterschiedlich.
00:03:57: Also das ist so ganz typisch für die FSME, dass es die jährlichen Spankungen gibt.
00:04:01: D.h.,
00:04:02: wir haben in einem Jahr viele Fälle und können bis zu... Zwei-hundert Fälle.
00:04:07: derzeit ist es so.
00:04:08: Seien im nächsten Jahr wieder weniger Fälle und dann wieder mehr Fälle, also das sind die typischen Schwankungen und das hängt zusammen mit der Viruszirkulation zwischen den Zecken und anderen Wirten weltleine Nagetieren und das schwankt ebenso von Jahr zu Jahr.
00:04:25: Und jetzt sind wir beim eigentlichen Thema angelangt.
00:04:28: wie kann man sich denn fützen?
00:04:30: Der beste Schutz ist die FSME Impfung.
00:04:34: Wir wissen, dass eben diese Impfung eine sehr hohe Schutzrate hat.
00:04:39: Also das ist nicht nur ein effektiver Impfstoff, sondern außerordentlich ein effekter Impfstoff.
00:04:45: Wir haben uns einmal angesehen wie gut die Geimpften geschützt sind und wir kommen dann eh noch dazu wenn man sich an das empfohlene Impfschimmer hält, dann ist die Schutzwirkung dieser Impfung neunundneinzig Prozent.
00:05:01: Selbst wenn man nicht an der Schema gehalten hat.
00:05:04: Also zum Beispiel, man ist zu spät mit einer Auffrischung – die Schutzwirkung ist noch immer über neunzig Prozent und das ist natürlich eine sehr hohe Schutzwirkung.
00:05:16: Es ist ja so, wir haben ein bisschen recherchiert im Vorfeld.
00:05:19: Österreich gilt er als Vorzeigeland bei der FSME-Impfung.
00:05:23: Wie wichtig ist denn jetzt Ihrer Meinung nach so eine hohe Durchimpfungsrate?
00:05:28: Die Durchimpfsraten sind wirklich sehr hoch.
00:05:31: Mehr als achtzig Prozent der Österreicher sind mindestens einmal gegen FSME geimpft.
00:05:38: Und das ist, wenn wir es mit anderen Ländern, mit Nachbarländern vergleichen beim Weiten die höchste Impfrate und das macht wirklich einen gewaltigen Unterschied für Österreich.
00:05:50: Wenn man kurz zurückschauen also in den neunzehn- siebziger Jahren bevor die Impfaktionen begonnen haben gab's in Österreich viele hundert schwere FSME-Fälle jedes Jahr.
00:06:03: Und dann als in den Achtzigerjahren die großen FSMe Impfkampagnen begonnen haben, haben sich dem meisten Menschen impfen lassen und wir sehen das damit wirklich die Erkrankungsfälle dramatisch nach unten gegangen sind.
00:06:18: Wir haben jetzt wesentlich weniger Fälle als unsere Nachbarländer mit niedrigen Impfraten wie zum Beispiel Tschechien.
00:06:26: Das heißt, in Österreich verhindert die FSM E-Impfe den Großteil dieser schweren Erkrankungen.
00:06:34: Die FSME ist wirklich eine schwere Erkankung, vor allem haben viele Patienten Lange, nachdem Sie das Krankenhaus schon wieder verlassen haben, neurologische Vollgeschehen der Erkrankungen.
00:06:48: Also das reicht von Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen bis zu Bewegungsstörung und Sprachschmierigkeiten.
00:06:56: Manche Patienten haben Krampfanfälle, bis eben hin wirklich zu bleibenden Lemungen.
00:07:02: Das möchte man natürlich... sich ersparen.
00:07:06: Welche Impfstoffe gibt es denn?
00:07:08: Gibt es nur diese eine Impfung, dieses eine Vakzim oder gibt es mehrere Impfstoffen?
00:07:13: Wir haben in Europa und Österreich zugelassen zwei WSNE-Impfstoffe und die beide sehr gut verträglich sind, die sicher sind und die eben zugelassen sind.
00:07:29: ab dem vollendeten ersten Lebensjahr kann man die Kinder impfen lassen.
00:07:34: Wenn Kinder zackengeponiert sind, ist es auch möglich sie schon ab dem sechsten Lebensmonat zu
00:07:42: impfen.".
00:07:43: Grundsätzlich ist die Impfung für alle Österreicher empfohlen, weil wir in allen Bundesländern eben FSME Risikogebiete haben.
00:07:51: Daher wird für alle Österreichen diese Impfungen empfohlend und natürlich auch für alle Leute, die nach Österreich kommen um Urlaub bei uns zu machen, zu studieren, zu arbeiten also für jeden ist die FSM E-Impfung empfollend.
00:08:04: Weil sie das Risikogebiet angesprochen haben, laut unseren Recherchen ist ja auch das Inviertel stark betroffen.
00:08:10: Und weil Sie jetzt eben schon die Grundimmunisierung angesprochen hatten und wenn man damit beginnen könnte?
00:08:17: Wann ist denn in etwa Usus?
00:08:19: wo Sie sagen okay das ist jetzt eher das Alter wo man dann wirklich mit den Impfungen beginnt bei den Kindern?
00:08:26: Also zugelassen ist es ab dem ersten Jahr.
00:08:29: da ist empfohlen dass man beginnt mit der Impfung.
00:08:34: Weil es eben bei der FSME-Impfung so ist, wenn man eine Infektion hat kann man die Symptome behandeln aber es gibt keine spezifische Therapie für das Virus.
00:08:46: Daher brauchen wir die Impfungen damit man vor der Erkrankung geschützt ist.
00:08:51: Sie haben im Vorfeld die Aufrichtung erwähnt.
00:08:54: Bin ich noch immer richtig?
00:08:54: Mit alle fünf Jahren?
00:08:57: Ich kann vielleicht nochmal das.
00:08:59: für die Grundimmunisierung haben wir bei der FSME Impfung eine dreiteilige Impfung.
00:09:05: Das sind zwei Impfdosen im Abstand von einem Monat ungefähr und die dritte Impfung ist dann nach einem Jahr, damit hat man die Grundimunisierung abgeschlossen.
00:09:16: Übrigens idealerweise beginnt man mit dieser Impfung vor der Zettensaison.
00:09:24: oder früh im Frühling, aber man kann die FSME Impfung natürlich das ganze Jahr bekommen.
00:09:31: Also sich impfen lassen ist es ganz sehr möglich und die Auffrischungsimpfung für Kinder und Erwachsene ist das empfohlene Impflinterwahl fünf Jahre und für Senioren alle drei
00:09:42: Jahre.
00:09:43: Jetzt habe ich manchmal mitbekommen zu einem bekannten Kreis.
00:09:47: Sie möchten vor sich noch den Titel bestimmen lassen bevor sie wieder auffrischen.
00:09:51: wie sinnvoll ist denn das Ihrer Meinung
00:09:53: nach?
00:09:54: Die Impftiterbestimmung ist, wenn man sich an das Impfschema hält nicht notwendig und sie wird auch gar nicht empfohlen.
00:10:01: Denn man kann mit dem Titel keine Aussage machen wie lange man noch geschnitzt ist.
00:10:08: Es ist eben nicht notwendig, also wirklich wichtig ist das für zum Beispiel Leute die immunsupremiert sind und dann eine Impfung bekommen um zu sehen ob sie auch wieder gut geschützt sind.
00:10:20: Weil eben immunsupprimierte Patienten eben auch eine schwächere Immunantwort haben und da ist es wirklich empfohlen dass man dann eine Impftiterkontrolle durchführt?
00:10:32: Frau Dr.
00:10:32: Awelle, es gibt ja natürlich Menschen die einer Impfung generell skeptisch gegenüberstehen oder etwas unsicher sind.
00:10:40: was möchtest denn den Menschen so mitgeben?
00:10:42: Also es gibt manche Menschen die sind wirklich unsicher einerseits was Impfnebenwirkungen betrifft aber auch dass ist das man überimpfen können.
00:10:55: Aber das ist nicht der Fall, also die Impfung überlastet unser Immunsystem nicht und die Impfstoffe sind sehr gut vertretlich und sie sind sicher und wir haben in Österreich jetzt fünfzig Jahre Erfahrung mit dieser Impfung und es sind zig Millionen Impfdosen allein in Österreich bisher verimpft worden.
00:11:21: weil Sie die Nebenwirkungen und der Anführungszeichen angesprochen haben, mit was kann man denn zu rechnen?
00:11:27: Das, was auftreten kann sind eben dass der Impfarm schmerzt gerötet ist.
00:11:34: Manchmal ist es ein bisschen geschwollen oder das auch Kopfschmerzen auftretend.
00:11:39: aber die Impfung ist wirklich sehr gut vertreten.
00:11:43: Das sind die Impfreaktionen, die auftreden, die zu erwarten sind und die Ausdruck dessen sinkt als wenn man jetzt diesen Impfstoff bekommt, dass dann die Immunantwort sozusagen geht wieder an Und unser Immunsystem, wir sagen wird gebustert.
00:11:59: Also wird wieder aktiviert und es werden wieder Antikörper gegen dieses Virus vom Körper gebildet.
00:12:07: Die geht davon aus.
00:12:08: als Virologin wird man im Laufe seines beruflichen Alltags immer wieder mit Irrtümern, mit Mythen auch konfrontiert.
00:12:16: Kennen Sie so manche Irrtürmer oder Mythen rund um FSME?
00:12:21: Was man schon immer wieder hört die FSM E die Erkrankung betrifft die älteren Leute.
00:12:31: Und wenn wir uns aber auch die Altersgruppenverteilung ansehen von allen FSME-Fällen, die wir in Österreich jetzt die letzten fünfundzwanzig Jahre gehabt haben dann sehen wir fast die Hälfte aller FSM E-Fälle sind erwachsene im Berufsleben.
00:12:50: Also das
00:12:51: sind zwanzig bis fünfzig- sechzigjährige, die mit einer FSME im Krankenhaus behandelt werden.
00:12:58: Und vierzig Prozent sind Senioren über sechzig und dann haben wir leider jedes Jahr auch einige Kinder mit wirklich einer schweren Erkrankung.
00:13:08: Also wenn wir uns allein die Zahlen vom letzten Jahr ansehen, also von der FSME-Saison zwanzig fünfundzwanzig war die jüngste Patientin mit FSME ein Säugling mit wenigen Wochen und die älteste Patientin war sechsundachtzig Jahre alt.
00:13:26: Also die FSME betrifft alle Altersgruppen und dementsprechend ist es für alle wichtig, sich Impfen zu lassen und auch der Auffrischungsimpfung zu bekommen.
00:13:36: Besonders auch für die Senioren besonders auch die Kinder.
00:13:42: Ja, Frau Dr.
00:13:42: Awele!
00:13:42: Es ist wirklich ein durchaus interessantes Thema.
00:13:44: können wir da noch ewig mit Ihnen drüber unterhalten.
00:13:47: Abschließend möchte ich nur gerne wissen oder fragen gibt's etwas was Sie vielleicht unseren Zuhörerinnen und Zuhören zum Mitgeben möchten?
00:13:55: Wenn eine Impfung erfolgreich ist, so wie die FSME-Impfung dann sieht man diese Erkrankung immer seltener.
00:14:05: Das ist das Präventionsparadoxon und das führt dazu dass das Risiko oft unterschätzt wird.
00:14:13: Die FSME ist aber eine schwere Erkrankung.
00:14:17: Man kann sie behandeln, aber wie gesagt wir haben keine spezifische Therapie und darum ist die Impfung wichtig damit man auch vor dieser schweren Erkrankung geschützt ist.
00:14:29: Ja dann sage ich vielen herzlichen Dank nochmal für all die Informationen, auch für so manche Mythen, die Sie da jetzt bereinigen können und danke noch mal für das Gespräch.
00:14:39: und alles Gute weiterhin!
00:14:42: Danke!